Gesunderhaltung

Stress – Müdigkeit – Erschöpfung – Burnout

Wussten Sie…

…dass die Krankheitstage zwischen 2004 und 2009 wegen Burnout um fast das Neunfache angestiegen sind (AOK)? 55 Prozent der Berufstätigen schaffen Ihre Arbeit kaum mehr (Forsa-Umfrage im Auftrag von Brigitte Balance, 2011).  Betroffen sind dabei nicht länger nur die besonders Leistungsorientierten wie Manager, Politiker oder Hochleistungssportler, das Burnout-Syndrom ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Burnout gilt als Phänomen unserer modernen Leistungsgesellschaft. Hauptursache ist der immense Stress, dem die Betroffenen ausgeliefert sind. Unternehmen sind heutzutage permanent im Umbruch. Wer am Markt bestehen will, muss sich ständig anpassen. Auch Arbeitsinhalte verändern sich fortlaufend und die Arbeitsbelastung nimmt ständig zu. Der Mensch erlebt als Folge immer weniger Wertschätzung, immer weniger Freude und Erfüllung in dem, was er tut. Zudem verliert, wer zuviel arbeitet, Raum für Erholung und Entspannung. Die Stressbelastung zieht sich dabei durch alle Berufsgruppen und Altersklassen und ist auch bei Tätigkeiten im häuslichen Bereich oder beispielsweise im Studium anzutreffen.

Ursachen für subjektives Stress-Erleben

Stress bezeichnet einen Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, mit welchem sich dieser auf eine grössere Leistungsbereitschaft einstellt. In der Folge kommt es zu psychischen und physischen Reaktionen. Der Begriff „Stress“ wurde 1936 von dem Stress-Forscher Hans Seyle geprägt. Er unterschied zwischen Eu-Stress als einer positiv erlebten Aktivierung einer Person und Dis-Stress als einer als negativ und unangenehm empfundenen Belastung. Ob wir Stress als positiv oder negativ empfinden, hängt vom subjektiven Empfinden ab, eine Situation im eigenen Sinne beeinflussen zu können oder nicht. Je unkontrollierbarer eine Situation erscheint und je hilfloser sich eine Person fühlt, desto grösser ist das Gefühl von Stress.

Eine wesentliche Ursache für subjektives Stress-Erleben und ein sich immer mehr Erschöpfen liegt auch in der Qualität unserer Beziehungen. Wissenschaftliche Studien erforschen zunehmend, daß nicht nur die Alltags- und Arbeitsbelastungen an sich, sondern vielmehr auch damit verbundene konfliktreiche und spannungsgeladene Beziehungen sowie nur noch oberflächliche oder fehlende soziale Kontakte die Betroffenen ausbrennen lassen.

Wie sich das Burnout-Syndrom äußert

Nicht zuletzt wird eine fehlende Beziehung zu sich selbst als Risikofaktor für Burnout gesehen. Wer seine eigenen Gefühle, das was er will und braucht, nicht mehr wahrnimmt, verliert auch leichter die Wahrnehmung für seine eigenen Grenzen.

Mit Burnout wird eine emotionale und körperliche Erschöpfung beschrieben, die durch Verausgabung oder Überforderung im beruflichen oder privaten Umfeld entsteht. Diese kann sich neben der Abgeschlagenheit und Energiearmut in einer Vielzahl psychosomatischer Reaktionen äußern wie Magen-Darm-Beschwerden, Atembeschwerden, Herz-Kreislaufproblemen, Muskelverspannungen, Migräne oder Schlafstörungen. Oft geht dem Burnout eine Phase großer Aktivität voraus, die durch Perfektionismus und Leistungsdenken gekennzeichnet ist und in der Folge zur andauernden Überschreitung der eigenen Leistungsgrenzen führt.

Das Burnout-Syndrom entwickelt sich dabei häufig schleichend. Die Übergänge zwischen zunehmender Müdigkeit, der normalen Erschöpfung und dem Burnout als einem Zustand der totalen Erschöpfung sind fließend.

Behandlung mit den Methoden der TCM

Während bei Müdigkeit jedoch häufig bereits eine Pause, ein Urlaub oder einfach nur weniger Arbeit den Zustand deutlich verbessern können, helfen bei Burnout die gewöhnlichen entspannenden Maßnahmen nicht mehr, um das Allgemeinbefinden zu bessern. Motivation, Freude und Begeisterung sind nicht mehr vorhanden. Man funktioniert zwar noch aus einem Pflichtgefühl heraus, doch Körper und Geist versagen ihre Dienste. Die Reserven sind erschöpft.

Aus Sicht der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) führt ein „Yang-lastiger“ Lebensstil, der gekennzeichnet ist durch ein „ständig schneller, weiter und höher“ zu Störungen im Bereich der sog. Funktionskreise Leber und Herz und langfristig zu einer Erschöpfung der Nierenessenz „Jing“.

Das Burnout-Syndrom läßt sich mit der TCM, insbesondere in einem frühen Stadium, in den meisten Fällen gut behandeln, während die Schulmedizin hierbei eher an ihre Grenzen stößt. Ein grosser Vorteil der TCM ist deren ganzheitliche Behandlungsweise. Körper und Psyche werden nicht getrennt und im Rahmen der Behandlung mit Akupunktur und Chinesischen Arzneimitteln gleichermaßen angesprochen. Ergänzend kann eine begleitende Psychotherapie hilfreich sein.

Stress – Müdigkeit – Erschöpfung – Burnout:
Akupunktur und TCM als alternative Heilmethode

Unterstützend ist schließlich – insbesondere auch zur Burnout-Prävention – die Ausübung von QiGong oder Tai Chi sinnvoll. Deren Übungen wirken energetisierend, führen zu einem Ausgleich von Yin und Yang, und Vitalität und Gelassenheit kommen zurück in den Alltag.

Spielen Stress und Burnout aktuell in Ihrem Leben eine Rolle und konnte Ihnen die Schulmedizin bislang nur wenig helfen?

Als alternative Heilmethode bietet sich die TCM bzw. Akupunktur beispielsweise in meiner Praxis in Unterhaching an. Gerne lade ich Sie zu einem Ersttermin ein. Bitte kontaktieren Sie mich hier.

(Artikel vom 10.12.2013)